(be) SONDERBAR.


Ein neuer Morgen.






"Dann schnürt sich deine Kehle zu, deine Atmung wird sehr kurz und hastig und nur ein Gedanke bestimmt dich und dein Handeln: Gleich wird mir sicher schlecht und ich muss kotzen!"

Das erste Mal war komisch und die Angst noch weit entfernt. Es hätte auch eine Grippe sein können oder vielleicht habe ich ja plötzlich Kreislaufprobleme. Nie hätte ich damit gerechnet, dass mein Leben irgendwann von diesem einen Moment bestimmt werden könnte.

Jetzt liege ich in meinem Bett, ich habe Urlaub, es ist kurz vor neun und ich kämpfe mit mir selbst und den Gedanken in meinem Kopf. Mein Plan war es kurz ein paar Besorgungen zu machen, aber schaffe ich das heute? Fühle ich mich gut? Nein. Heute geht es mir nicht gut, heute sollte ich lieber hier liegen bleiben und auf Besserung warten.

 Realitätsüberprüfung.

Es geht dir nicht schlecht, du bist nicht krank, nur dein Kopf vermittelt dir diese merkwürdigen Gedanken. Nach langem hin und her stehe ich auf, gehe duschen, setze mich ins Auto und fahre meine Besorgungen machen.

Wieder ein Tag an dem ich Lebenszeit verschwendet habe.

Vor 8 oder 9 Jahren dachte ich noch, es sei nur eine "Phase", die gehe wieder vorbei. Ich hatte ja schon andere Phasen hinter mir lassen können. Doch dann sagte man mir irgendwann: "Die Angst wird nie verschwinden, du kannst lernen mit ihr zu leben, aber du wirst sie nicht los!"
Ein Schock. Wie sollte ich so leben können?

Und nun sitze ich hier, schreibe diese ersten Blogeintrag (darüber hatte ich heute früh in der Dusche nachgedacht), erinnere mich daran wie gern ich früher schrieb, wie ich meine Probleme beschwichtigen konnte, in dem ich sie einfach aufschrieb. Wie sehr ich das Schreiben in all den letzten Jahren vernachlässigt hatte, viel zu sehr damit beschäftigt mir ein zu reden, dass schon irgendwann alles gut werden würde.

Fast 10 Jahre später ist mir klar, dass das nicht einfach so eintreten wird, man muss etwas dafür tun, aber auch das habe ich in letzter Zeit schleifen lassen. Ich funktioniere. Interessanter Weise am aller Besten in meinem Beruf. Er ist ein Anker, er bringt Struktur und Perfektionismus. Meine Säule.Ich habe mich verändert in alle den Jahren der Angst. Aber wer bin ich heute wirklich, welche Ziele strebe ich an, wie soll das Leben weiterlaufen? Denn eines ist ganz ersichtlich und klar.Die Zeit nimmt keine Rücksicht auf Angst...


.Amy
7.12.16 17:59
 
Letzte Einträge: Willkommen in meiner Welt.



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